Drei-Seen-Gebiet in Reit im Winkl, 14.04.2024
Am Abend zuvor haben wir ausgemacht, dass wir an diesem Sonntag ins Drei-Seen-Gebiet fahren wollen.
Die Wettervorhersage war ebenfalls bestens für eine kleine Wanderung im Freien.
Die Fotos von diesem Ausflug habe ich natürilch im entsprechenden Album hochgeladen.
Überraschenderweise waren die Wanderparkplätze nicht so überfüllt wie befürchtet.
Geplant war eigentlich, dass wir über die „Klein-Kanada-Tour“ an allen 3 Seen vorbeikommen.
Vom Wanderparkplatz am Lödensee aus haben wir bereits nach kurzer Zeit ebendiesen See erreicht.
Natürlich gab es ab da nur noch ein Ziel für unser Kind: ab ans Wasser!
Also erst einmal eine geeignete Stelle finden, um zum See zu gelangen.
Trotz unseres geländegängigen Kinderbuggy keine einfache Aufgabe.
Aber wo ein Wille, da ein Weg – und so erreichten wir kurze Zeit später das Ufer.
In einem Geröllfeld waren zahlreiche Steinmännchen errichtet worden.
Mangels Badezeug konnten wir nur mit den Füßen in das doch relativ kalte Wasser.
Der Untergrund war extrem lehmig, sodass man nach kurzer Zeit auf eingesunken ist.
Unser Kind hatte riesen Spaß und konnte sich austoben. Natürlich durfte eine ausgiebige Brotzeit nicht fehlen. Immerhin war es schon Mittag.
Um wenigstens noch etwas weiter vom Parkplatz wegzukommen, haben wir zusammengepackt und sind – unter Protest – weitergewandert.
Entspannte 30 Minuten später haben wir den nächsten See erreicht: den Mittersee.
Der Zugang zum See war deutlich einfacher, da eine Forststraße zur „Langlauf- und Rasthütte Mittersee“ vom Hauptweg hinführt.
An diesem Abzweig zur Mitterseehütte wurde eine Infotafel über die „Staatliche Waldbahn Ruhpolding–Reit im Winkl“ errichtet.
Diese Waldbahn war von 1921 bis 1940 in Betrieb und diente überwiegend dem Abtransport von Holz aus der Region um Reit im Winkl.
Weitere Infos zur Waldbahn gibt es bei Wikipedia. Eine sehr detaillierte Rekonstruktion der ehemaligen Bahntrasse findet sich auf einer privaten Internetseite, betrieben offenbar von Wolfgang Mletzko.
Im Zuge der Recherche zu diesem „kurzen“ Blog habe ich herausgefunden, dass dieses Schild erst am 25.04. offiziell eingeweiht wurde – 9 Tage nach unserem Besuch.
Wie es scheint, hatte der Mittersee – und vermutlich dann auch der Lödensee – sehr wenig Wasser.
Es fanden sich am Ufer zahlreiche Muscheln, welche üblicherweise nicht am Ufer eines stehenden Gewässers zu finden sind.
Man sieht auch, dass die Uferkante eigentlich deutlich weiter oben ist – und somit die Muscheln eigentlich unter Wasser wären.
Aufgrund voranschreitender Hitze und etwas zögerlich entschlossen wir uns insgesamt zu zweit, auch ohne Badesachen eine Runde im See zu schwimmen.
Auch im Wasser konnte man feststellen, dass der See offenbar wenig Wasser führt, denn die Unterwasserpflanzen endeten nur knapp unterhalb der Wasseroberfläche.
Schwimmen war also nur bedingt möglich. Wie ich später im Internet herausgefunden habe, lag die Höchsttemperatur des Sees an diesem Tag angeblich bei erfrischenden 14°C.
Während der Trockenphase der Kleidung bin ich noch etwas am Ufer entlang gewandert.
Zahlreiches Schwemmholz lag überall – aber eben nicht an der aktuellen Uferkante sondern einige Meter davon entfernt.
beinahe versiegte Verbindung von Mittersee und Lödensee
Natürlich hatte unser Kind wieder viel Spaß und hielt die Oma auf Trab.
Im Umkehrschluss fiel dadurch der eigentlich überfällige (Nach)Mittagsschlaf aus.
Nichtsdestotrotz haben wir uns dann auf den Weg zurück zum Auto gemacht und ich konnte noch ein paar weitere Fotos währenddessen machen.
eine Eidechse – hatte sich extrem gut getarnt
unberührte Natur im Naturschutzgebiet „Östliche Chiemgauer Alpen“
Weitere Infos zum Drei-Seen-Gebiet bei den Infowebseiten von Reit im Winkl und Ruhpolding.