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Bibione am Saisonende, 31.08. – 14.09.2025

Do., 18. September 2025 | Filed under: Italien, Landschaft, Reisen, Stadt
bisher angesehen: 682

Der diesjährige Urlaub war etwas ganz Besonderes, denn es war der erste Urlaub zu viert. Dementsprechend viel war zu packen. Das Packen hatte ich mit etwa 1-2 Stunden veranschlagt. Doch alleine das Drama, die Dachbox zu beladen hat mich über eine Stunde gekostet. Entweder ging die Box zu und war fast leer, oder ich habe eine Tasche mit Handtüchern dazugepackt und plötzlich ging nichts mehr zu. Am Ende blieb der Reisebuggy daheim und die Dachbox war – gefühlt – halb leer. Und anfangs dachte ich noch, die Dachbox hab‘ ich ja bestimmt zackig gepackt… HAHA!

Für diejenigen, die nur an den Fotos bzw. an allen Fotos interessiert sind, können die Abkürzung direkt in die Galerie nehmen. Wie immer verwende ich in meinem Blog nur einen Bruchteil der veröffentlichten Fotos.

Nun folgt mein Blog mit einigen Eindrücken aus den zwei Wochen in Bibione.

Tag 1: Nix wie weg – Sonntag, 31.08.


Geplant war die Abfahrt ungefähr um 4:00 in der Früh. Wie immer wurden noch ein paar Kleinigkeiten erst in letzter Minute gepackt, sodass es dann schlussendlich um kurz vor halb 5 endlich in Richtung Süden ging. Die Fahrt war ohne große Ereignisse. Wir hatten eine kurze Pause um 5:30 irgendwo bei Flachauwinkl und unseren traditionellen Tankstop in Arnoldstein gegen 6:30.


Irgendwo um 6:00 früh auf der A10 in Kärnten

Schwer zu erkennen, aber der „Lago di Cavazzo“ in der Bildmitte ist das Zeichen, dass nur noch ein letzter kurzer Tunnel folgt, ehe man das Alpenmassiv im Rückspiegel zurücklässt.

In Bibione sind wir um kurz vor 9 bei der Agentur für die Schlüsselübergabe angekommen. Überraschenderweise durften wir sofort die Wohnung beziehen – eigentlich wäre es erst ab 16:00 möglich gewesen. Vermutlich sind die Vorgänger bereits am Samstag abgereist, sodass die Wohnung schon gereinigt war. Das war natürlich ideal, da wir so gleich das Auto ausräumen konnten.

Mittag haben wir – mittlerweile ebenfalls schon fast traditionell – bei „King’s Garden“ am Piazza Fontana gegessen. Anschließend sind wir zum noch zum neu errichteten Lidl direkt am Bibione-Kreisverkehr zum Einkaufen gefahren. Es war zwar mittlerweile schon spät, aber dennoch war es Pflicht, am ersten Tag zum Strand zu gehen – wenn auch nur für ein paar Stunden.
Dementsprechend spät wurde es dann abends, als wir uns zum Tagesabschluss unser Eis geholt haben und zum bunt beleuchteten Springbrunnen in der Via delle Colonie – einem DER Wahrzeichen Bibione’s – hinaus sind.

Praktischerweise war der Springbrunnen nicht weit von unserer Ferienwohnung entfernt.

Tag 2: Der Urlaub beginnt – Montag, 01.09.


Noch erledigt vom Vortag begann der Tag wenig überraschend etwas später. Bereits um 11:30 waren es 27°C – im Schatten. Routinemäßig mussten wir aber noch zum Winner Einkaufen fahren, da es hier viele Dinge gibt, die wir beim Lidl nicht bekommen haben. Beispielsweise eine endlose Auswahl an Kinder- und Erwachsenen-Getränken, frischen Fisch, Käse oder viele andere Spezialitäten.
Gleich nach dem Mittagessen – klassisch Pasta mit Tomatensoße – ging es wieder zum Strand – Mittagshitze hin oder her.

Abends waren wir dann nochmal beim Springbrunnen.

Tag 3: Pizza, Pasta & XXL-Spielplatz – Dienstag, 02.09.


Leider fing in der Nacht gegen 2:30 ein Gewitter an, gefolgt von anhaltenden Regenschauern mit Unterbrechungen bis ca. 10:00 als es endlich aufhörte und die Sonne rauskam.
In einer Regenpause am Vormittag sind wir zum Wochenmarkt am Lunapark und in die Fußgängerzone von Bibione gebummelt.
Ab Mittag hat es dann auch endlich aufgeklart und die Sonne kam raus. Das heißt nur eins: Strand!

Beinahe ausgehungert sind wir abends zum „Ristorante Pizzeria al Ponte“ – direkt zwischen Bibione und Bevazzana am Tagliamento gelegen. Dort waren wir bisher noch nie und in einer Facebook-Gruppe wurde es auffallend häufig für Familien empfohlen, da es einen untypisch großen Spielplatz gibt. Man bedenke – der Spielplatz gehört zu einem Restaurant!

Reguläre Spielplätze haben definitiv häufig nicht so eine Vielfalt an Spielgeräten wie es hier der Fall ist. Daher auch von uns eine klare Empfehlung für Familien.

Tag 4: Unvergessen: Pineda – Mittwoch, 03.09.


Heute ging es bereits am frühen Vormittag zum Strand, um in der Strandbar „San Giorgio“ mit Krapfen und Cornetto den Ausblick auf den Strand zu genießen.

Später am Nachmittag – oder fast schon Abend sind wir in meine alte „Heimat“ nach Pineda gefahren. „Alte Heimat“ deswegen, da ich dort über 25 Jahre meine Urlaube verbracht habe. Irgendwann wollte ich dann aber auch mal andere Orte bereisen – beispielsweise das benachbarte Bibione. Kleiner Scherz am Rande ^^

Meine bisherigen Reiseziele sind ja auf meinem Blog in der Kategorie Reisen veröffentlicht.

Der obligatorische Besuch bei Silvana in der Fiaschetteria war natürlich Pflicht. Sie betreibt ihr Geschäft mit Herzblut, das merkt man sofort, auch wenn man sie nicht kennt. Bereits seit Jahrzehnten redet sie davon, dass sie „nur noch ein paar Jahre macht“.

Unser Highlight des Abends war Minigolf, was unserem Kind überraschenderweise ziemlich gut gefallen hat. Der Sieg beim Minigolf wurde dann noch mit einem kinderfreundlichen Cocktail gefeiert. Da es schon relativ spät war, haben wir uns noch 2 Pizzen für zuhause eingepackt und haben uns auf den Rückweg gemacht.

Tag 5: Nachtmarkt in Lido del Sole – Donnerstag, 04.09.


Auch heute hieß es wieder „Strand, wir kommen!“.
Da wir abends zum Nachtmarkt nach Lido del Sole wollten, waren wir heute wieder am Vormittag am Strand.
Heute wurden auch die ersten Löcher ausgehoben. Zuerst direkt neben den Liegen (…) und später am Meer.
Dann spart man sich die Wasserschlepperei.

Viel zu schnell wurde es viel zu spät. Um nicht noch später anzukommen, haben wir das Kochen auf nach dem Nachtmarkt verschoben. Aus „unerklärlichen Gründen“ waren wir erst gegen 19:30 im Stadtteil Lido del Sole. Dementsprechend knifflig war die Parkplatzsituation.

Später kippte dann auch noch die Stimmung, weil der Tag für unser Kind schon viel zu lang war und auch noch irgendwann zu sogenanntem „Hungergrant“ führte. Die „coolen Kids“ würden dazu wohl „hangry“ sagen. Also musste mit einer Pizzaschnitte vorübergehend Abhilfe geschaffen werden. Über den Ernst der Lage bewusst seiend, beendeten wir den Bummel zügig und sind zurück zur Wohnung gefahren, um wie geplant Gnocchi (Spinat sowie mit Gorgonzola-Füllung) an Sahnesoße zu zaubern. Auf der Uhr stand bereit 21:30 angeschlagen… Das Thema „Bettgehen“ hat sich dadurch zum Glück von selbst erledigt – sprichwörtlich.

Tag 6: Lunapark! – Freitag, 05.09.


Da es in unserer Wohnung an teils grundlegenden Gegenständen, wie etwa einem Feuerzeug für den Gasherd, scharfen Messer, einer Pfanne oder einem Pfannenwender fehlte, sind wir kurz vor Mittag zum nahegelegenen Eurospar zum Einkaufen. An der Kasse fiel mir dann ein Hinweisschild auf, dass Aufgrund einer Änderung des italienischen Finanzgesetzes 2017 die Produktion der 1- und 2-Cent-Münzen eingestellt wurde und deshalb die Preise auf die nächsten 5 oder 10 Cent auf- bzw. abgerundet werden. Leider ist mir nicht bekannt, wann dann die Preisänderungen in Kraft getreten sind. Bewusst wahrgenommen habe ich es bis zu diesem Tag noch nicht, dass es keine „krummen“ Beträge mehr gibt. Erst durch diesen Hinweis ist es mir aufgefallen.

Mittags gab es Nudeln mit Pesto rosso (rotes Tomaten-Pesto). Aber aus mir unbekannten Gründen scheint es das klassische Tomaten-Pesto mit Hartkäse (z.B. Grana Padano) in Italien nicht mehr zu geben. Stattdessen findet man nur noch Tomate-Walnuss-Ricotta (Pesto Ricotta e Noci) oder andere Variationen. Generell ist mir aufgefallen, dass es vom Tomatenpesto kaum noch Auswahl gibt. Dementsprechend war unser Pesto rosso dann ein „Pesto Ricotta e Noci“.

Irgendwie kamen wir heute erst später am Nachmittag zum Strand. Da wir bereits ausgemacht hatten, dass wir am Abend zum Lunapark gehen, konnten wir nicht allzu lange am Strand bleiben. Bevor es zum Lunapark ging, gab es noch Abendessen. Heute standen nochmals Nudeln mit Pesto auf dem Plan. Dieses Mal aber Pesto alla Genovese (grünes Pesto), sowie Tomate-Mozzarella und als Abschluss noch Obstsalat mit den Trauben und Nektarinen, welche wir am Vorabend auf dem Nachtmarkt gekauft hatten.

Kurz nach 19:30 konnten wir dann bereits die bunt leuchtenden und blinkenden Fahrgeschäfte von Weitem sehen und die Ungeduld war verflogen.

Völlig erledigt haben wir uns dann kurz nach 21:00 auf den Rückweg zur Wohnung gemacht.

Tag 7: Frische Fische – Samstag, 06.09.


Für heute war Fisch auf dem Speiseplan vorgesehen. Zuvor musste ich aber noch das Auto vom lästigen Harz befreien, bzw. wenigstens versuchen. Leider hatten wir einen von 2 Stellplätzen direkt unter einer Pinie. Alle anderen Stellplätze waren unter Laubbäumen oder direkt unter dem Gebäude. Mit einem Hochdruckreiniger war der Erfolg erwartungsgemäß recht gering. Vorsorglich wollte ich dann noch eine Abdeckplane im örtlichen Baumarkt organisieren – leider ohne Erfolg. Am Ende des Tages habe ich eine Plane im Internet bestellt und an eine Abholadresse liefern lassen. Im Anschluss sind wir dann auf dem Rückweg noch zum Fischstand beim Lunapark und haben diverse Leckereien organisiert. Am Ende gab es Wolfsbarsch, Garnelen und ein Lachssteak vom Fischstand am Lunapark.

Da das alles schon wieder deutlich länger als gedacht dauerte, gab es für Mittag dann Tramezzini.
Nach einem ausgiebigen Aufenthalt am Strand – und natürlich auch im Meer – haben wir uns von Sand, Salz und Sonnencreme befreit und das Abendessen zubereitet.
Zum Fisch gab es noch Gnocchi dazu. Leider habe ich vergessen, ein Foto vom fertigen Essen zu machen.

Tag 8: Caorle in blau-weiß – Sonntag, 07.09.


Auch einer der „Pflichtprogrammpunkte“ bei unseren Bibione-Urlauben ist der Tagesausflug nach Caorle.
Das Wetter war für den ganzen Tag bewölkt vorhergesagt, von daher ideal für einen Stadtbummel. Nicht zu heiß aber auch nicht zu kalt.
Gegen 11:00 haben wir den zentralen Parkplatz in Caorle, auf dem auch der Wochenmarkt stattfindet, erreicht. Schon auf dem Weg in das Stadtzentrum sahen wir überall blau-weiße Bänder, Schleifen und andere Dekorationen an Häusern und quer über die Straßen gespannt.

An einigen Häusern – und später auch Booten – waren Banner mit einer augenscheinlichen Heiligen angebracht. Im späteren Verlauf fanden wir heraus, dass es sich dabei um die „Madonna dell‘ Angelo“ handelt. Ihr zu Ehren wird alle 5 Jahre am zweiten Sonntag im September eine Prozession abgehalten. Wir waren also eine Woche zu früh da. Eine Woche später hätten wir aber nicht mehr kommen können, da dies unser Abreisetag ist. Die nächste Prozession wird also 2030 sein. Weitere Informationen zu dieser Prozession gibt es auf der offiziellen Website der Stadt Caorle.

Allmählich machte sich der Hunger breit. Eigentlich wollte ich in ein Restaurant mit Fokus auf Fisch und Meeresfrüchte. Die mir im Vorfeld empfohlenen Lokale waren leider zu voll oder schon geschlossen, da es in Italien üblich ist, dass Geschäfte und Lokale zwischen 14:00 und 17:00 geschlossen haben. Wir haben dann das uns bereits bekannte „La Piazzetta“ aufgesucht, da wir dort bereits 2019 während unseres Weihnachtsaufenthalts gegessen hatten. Es wurde damals im Blog nicht erwähnt, da ich damals noch nicht so umfassend gebloggt habe.

Nach dem Mittagessen sind wir dann noch an der Strandpromenade in Richtung „Chiesa della Madonna dell’ Angelo“ bzw. „Campanile del Santuario“ spaziert.

Da wir mittlerweile schon einige Zeit zu Fuß unterwegs waren, gab es verständlicherweise irgendwann Beschwerden. Als Abschluss haben wir uns dann noch ein Eis in der „Gelateria Casa del Gelato“ jedoch hinten im Innenhof auf dem „Campo Sponzeta„, da es da schön schattig unter dem natürlichen Sonnenschirm war.

Um nicht zu spät nach Hause zu kommen, haben wir uns gegen 17:00 auf den Rückweg gemacht. Vielleicht aber auch, weil ich nicht mehr sicher war, wie lange das Parkticket bezahlt war. Die App hat nämlich bei mir leider nicht funktioniert, daher musste ich klassisch den Papierparkschein ziehen.

Tag 9: Pizza am Strand – Montag, 08.09.


Erholt vom Vortag in Caorle sind wir heute bereits am Vormittag zum Strand – jedoch erst noch zum Frühstücken in die Strandbar „San Giorgio„. Kurz nach Mittag haben wir uns dann noch 2 Pizzen geholt und bei bestem Wetter am Strand gegessen.

Abends sind wir dann noch durch die Fußgängerzone gegangen. Dort fielen mir zum ersten Mal die Barrieren bzw. Werbesäulen auf, bei denen es um die Neugestaltung der zentralen Hauptstraßen, hauptsächlich die Fußgängerzone, geht.


Simulation einer möglichen neugestalteten Innenstadt

Auf der Internetseite der Gemeinde San Michele gibt es ganz am Ende der Seite unter dem Punkt „Allegati (= Anhänge)“ das aktuelle Konzeptpapier zum Download.

Neben den geplanten Umbaumaßnahmen findet man auch noch zahlreiche historische Bilder aus Bibione und Umgebung.

Der Tag endete mit Gnocchi, Tomaten und Geflügelstreifen sowie Sahnesoße.

Tag 10: Wetterpoker – Dienstag, 09.09.


Früh am Morgen sind Frau und Kinder nochmal zum Wochenmarkt. Ein paar Stunden später bin ich für den Einkauf von Obst und Gemüse nachgekommen.
Nach Möglichkeit kaufen wir unser Obst und Gemüse immer auf dem Wochenmarkt, da es – sofern möglich – aus der Region stammt. Die Auswahl ist schier endlos.

Aufgrund dessen, dass der Wetterbericht eigentlich für den ganzen Tag schlechtes Wetter vorhergesagt hat, haben wir uns noch schnell ein Familienfahrrad für eine Stunde ausgeliehen. Elektrisch angetrieben versteht sich, denn man will in der gemieteten Zeit ja auch möglichst weit herumkommen. Während der Fahrt hat es immer wieder für 1-2 Minuten zu tröpfeln begonnen, die Wolken haben sich jedoch relativ schnell wieder verzogen.

Nachmittag sind wir – trotz Schlechtwetterwarnung des Wetterberichts – zum Strand. Im schlimmsten Fall hätten wir halt unsere Sachen zügig packen müssen. Aber am Meer sieht man ja, wenn sich ein Unwetter zusammenbraut, solange es nicht aus den Bergen kommt.

Das aufkommende Hungergefühl nach einer Runde im Meer bekämpften wir mit einem Club-Sandwich in der nahegelegenen Strandbar „San Giorgio„.

Abends sind wir nochmals zu den Videogames gegangen, da wir noch einige Gettoni übrighatten.

Heute wurde erst gekocht, nachdem es schon ein Eis gab. Gefüllte Ravioli mit „Grill“gemüse. Eigentlich war das Gemüse aus der Pfanne, denn Grillen war leider nicht erlaubt, auch nicht mit Gas. Ironischerweise ist das Kochen in der Wohnung mit Gas kein Problem…

Tag 11: Land unter! – Mittwoch, 10.09.


Heute hätte eigentlich die Eröffnung des 40. Septemberfests am Zenith in Bibione stattfinden sollen. Doch es kam ganz anders.
Die ganze Nacht über gab es sintflutartigen Platzregen bis in den Vormittag. Es herrschte sprichwörtlich „Land unter“ in Bibione.

Zahlreiche Geschäfte waren durch die Überflutungen geschlossen. Die Fußgängerzone war ohne Gummistiefel großteils unpassierbar und vielerorts durch Feuerwehr, Protezione Civile (Katastrophenschutz) oder Polizei gesperrt. Tiefgaragen und Hotels liefen voll und mussten ausgepumpt werden. Das überregionale Nachrichtenportal „nordest24“ sprach von einer regelrechten „Wasserbombe„, welche dazu führte, dass im benachbarten Lignano sogar ein Campingplatz evakuiert werden musste. Die Eröffnung des für 3 Tage angesetzten Septemberfests wurde aus offensichtlichen Gründen auf den Folgetag verschoben.

Als sich am Nachmittag die Lage beruhigt hat, haben wir uns die Situation am Strand angesehen. Großflächig war der Strand überschwemmt und der Sand so stark von den Regenfällen getränkt, dass kein Tropfen Wasser versickern konnte.

Selbst jetzt am Nachmittag, als alles schon abgeflaut ist, war das Meer deutlich näher am Strand als üblich und extrem aufgewühlt.

In den vordersten Reihen waren die Liegen zusammengespült, die Sonnenschirme lagen wie Streichhölzer kreuz und quer verteilt und im Sand sah man lange und tiefe Furchen.

Offenbar wühlte ein Scirocco (= heißer Wind aus Nordafrika) das Meer ziemlich auf, sodass die Wellen deutlich ins Landesinnere reichten.

Auf dem Rückweg zur Wohnung sind wir durch die Fußgängerzone gegangen, sofern es möglich war. Vielerorts waren die freiwilligen Helfer sowie Lokalbesitzer damit beschäftigt, das Wasser wieder los zu werden.

Trotz allem lief das Leben in gewohnter entspannter Manier ab. Man passte sich der Situation an und nahm es hin, wie es nun mal war.
Kurz bevor die Sonne unterging, blitzte sie nochmal kurz durch die Wolkendecke hindurch.

Auf dem Rückweg habe ich noch ein paar der alten Fotos aus Bibione und Umgebung abfotografiert, wie schon ein paar Tage zuvor.


Campingplatz in Bibione Pineda 1963


Der Leuchtturm am Strand „Tagliamento“ in den 70ern


Lunapark in den 80ern


Dieses Foto müsste eigentlich in Bibione Pineda sein, wo heute anstelle der bunten Stühle die „Laguna Beach“-Bar ist. Links erkennt man den Maxi-Supermarkt, rechts das Acapulco-Restaurant. Das Auto steht direkt an der Ecke „Viale dei Ginepri“ und „Passeggiata dei Pini“..


Fähre in Bevazzana 1959, wo sich heute die Autobrücke befindet

Bevor wir zurück an der Wohnung waren, haben wir uns noch 2 Pizzen von der nahegelegenen Pizzaria geholt.

Tag 12: War was? – Donnerstag, 11.09.


Einen Tag nach dem Platzregen haben wir uns nochmal in der Stadt umgeschaut. Das meiste war bereits beseitigt und man konnte bereits in den frühen Morgenstunden die Kehrmaschinen bei der Arbeit hören. Vereinzelt lagen noch Wischer, Schläuche oder Sandsäcke vor den Geschäften.

Zudem war bereits am frühen Vormittag die Sonne wieder zu sehen, was Hoffnung auf besseres Wetter machte. Traditionell verschicken wir aus dem Urlaub meist Postkarten an die Familie. So auch dieses Jahr wieder. Wie in jedem Urlaub wird das Postkartenschreiben bis zum Schluss aufgeschoben und dann drängt die Zeit. Und wie in jedem Urlaub war es auch in diesem wieder so. Also schnell die Postkarten geschrieben und ab zur Post damit, da wir leider keine normalen Briefmarken für die italienische Post finden konnten. Es gibt zwar irgendeinen privaten Dienstleister an jeder Ecke, aber unsere Erfahrung hat gezeigt, dass es damit noch länger dauert bis die Karten ankommen. Falls sie überhaupt ankommen. Die Wartezeit bei der Post war länger als das Schreiben der Postkarten. Bleibt zu hoffen, dass sich der Aufwand wenigstens auszahlt und alle Karten ihren vorgesehenen Zielort erreichen.

Als wir am 02.09. beim Al Ponte abends Essen waren, war unser Kind danach enttäuscht, weil kaum Zeit zum Spielen blieb, da wir erst sehr spät hingefahren sind. Daher sind wir heute nochmals zum „Ristorante Pizzeria al Ponte“ hingefahren. Dieses Mal Mittag, damit definitiv genug Zeit zum Spielen bleibt.


Am anderen Ufer befindet sich der Zoo „Punta Verde“, zu Lignano gehörend


Der Tagliamento auf seinen letzten Metern, ehe er rund 4 km südlicher ins Meer mündet.

Satt und zufrieden sind wir zurück zur Wohnung gefahren und haben in Windeseile die Strandtasche gepackt, denn der Himmel war strahlend blau und wolkenlos. Worauf also noch groß warten?
Noch immer sah man am Strand die deutlichen Spuren vom Vortag: durcheinander liegende Schirme und Liegen, umhertreibende Wegplatten, Furchen im Sand von den Wellen und kleine Seen soweit man blickt.

Da das Septemberfest für gestern ja abgesagt wurde, war heute die Eröffnung. Es war schonwieder spät, aber den Besuch des Septemberfests wollte ich mir nicht entgehen lassen.
Auf dem Weg dorthin änderten sich dann spontan die Pläne, sodass es für mich nur einen „Wein2Go“ gab, ehe wir wieder nach Hause spaziert sind.

Zum Abendessen gab es dann noch Gnocchi mit Gorgonzola- bzw. Buttersoße.

Tag 13: Septemberfest & Feuerwerk – Freitag, 12.09.


Den Vormittag nutzte ich zum Wäsche waschen außer Haus, da mir die saubere Wäsche ausging. Die Wartezeit haben wir mit einem weiteren Besuch in der nahegelegenen „Spielehölle“ bzw. Arcade-Games überbrückt. Auch heute war natürlich der obligatorische Strandaufenthalt unerlässlich, denn immerhin war der Urlaub schon so gut wie vorbei. Nur noch ein weiterer Tag verblieb uns.


Sogar ein Grand Hotel hat es in Bibione gegeben – Foto aus den 60ern am Piazza Monti(cano?)

Für den Abend war nochmals der Gang zum Septemberfest geplant sowie zum anschließenden Feuerwerk am Strand.
Deswegen war das Abendessen, bestehend aus Gnocchi mit Gorgonzolasoße vom Vorabend sowie gefüllte Ravioli in Buttersoße mit Garnelen, früher als üblich.
Auf dem Weg zum Septemberfest sind wir wieder an der Promenade zum Zenith spaziert, wo unser Kind ein wenig mit dem Roller fahren konnte.

Parallel zum Septemberfest findet auch immer ein kleiner Nachtmarkt direkt an der Strandpromenade statt. Jedoch ist der bei Weitem nicht so groß wie der zuvor in Lido del Sole.

Das Septemberfest war – wie jedes Jahr – wieder sehr gut besucht, aber dennoch nicht überlaufen.

Meines Wissens nach gab es auch erstmalig zahlreiche Sitzmöglichkeiten und Tische.

Das Feuerwerk begann leider etwas zu früh – angekündigt war es für 23:00 – sodass wir den Anfang verpassten.

Offenbar hatte ich mal irgendwas an der Displayhelligkeit verstellt, sodass ich der Meinung war, die Fotos seien zu dunkel geworden.
Daraufhin habe ich die Einstellungen der Kamera verändert. Hätte ich es mal besser gelassen… Nach dem Ändern der Belichtungszeit wurde das Feuerwerk nämlich durch die zu lange Belichtungszeit unscharf und teils überbelichtet. Im Gegenzug sieht man dafür ab dem Zeitpunkt auch was von der Umgebung und nicht nur das Feuerwerk am Nachthimmel.


Grün-Weiß-Rot

Bei Nachtaufnahmen darf natürlich das obligatorische Foto von Caorle nicht fehlen:

Nach diesem sehr langen Tag wollten dann alle nur noch ins Bett – oder haben bereits längst geschlafen.

Tag 14: Auf Wasser gestoßen – Samstag, 13.09.


Der heutige Tag wurde nochmal voll ausgekostet.
Zuerst mussten wir jedoch wenigstens großteils unser ganzes Gepäck wieder packen, da unser Check-out am Sonntag spätestens um 10:00 sein muss.
Nach getaner Arbeit haben wir ein letztes Mal die Strandsachen gepackt und runter zu unserem Strandplatz mit der Nummer 123.

Bereits vor dem Urlaub haben wir ausgemacht, ein tiefes Loch zu buddeln. Dazu gekommen sind wir bisher jedoch noch nicht. Also muss es heute umgesetzt werden. Nach rund 30 Minuten Buddlerei war das Loch dann so tief, dass tatsächlich das „Grundwasser“ durchgekommen ist. Es hat nicht lange gedauert, bis das Loch nach und nach wieder zusammengefallen ist.

Noch immer war der Sand von dem Unwetter von vor 2 Tagen klatschnass. An manchen Stellen konnte man jedoch sehen, dass er wieder trocknet.

Nach dem Duschen sind wir noch ein letztes Mal in die Fußgängerzone und haben die letzten fehlenden Souvenirs eingekauft und in den beiden „Spielehöllen“ unsere verbliebenen Gettoni verzockt und die Tickets in „Gewinne“ umgetauscht. Das System früher in meiner Kindheit war da viel besser – dort bekam man bei den Münzschiebern immer die heruntergefallenen Münzen raus. Man konnte praktisch mit mehr Münzen nach Hause gehen als man gekommen ist. Heute bekommt man lediglich irgendwelche Tickets, die man dann in „Gewinne“ umtauschen kann/muss. Und diese Gewinne sind oft so minderwertig, dass man sich eh fragt, was das soll…


Hier könnte man seeeeeeehr viel Geld verprassen…

Unser letztes Urlaubsessen bestand dann am Abend aus gefüllten Ravioli sowie Tomate-Mozzarella.
Außerdem gab es für jeden nochmal ein letztes Urlaubseis, auch wenn es schon längst wieder Zeit fürs Bett war. Aber was soll’s: Es ist Urlaub – und zudem der letzte Abend, also egal.

Tag 15: Rückfahrt via Venzone – Sonntag, 14.09.


Wie üblich hatten wir wieder mehr Zeug für die Rückfahrt angesammelt, als wir beim runterfahren eingepackt hatten.
In der Theorie hätte gut Platz frei sein müssen in Auto und Dachbox. In der Realität mussten wir einige Dinge zurücklassen, da einfach irgendwann alles voll war.

Zum anfänglichen Fahrtverlauf kurz ein paar Eckdaten:
Abfahrt war um 11:00 bei unserer Agentur, danach war ein kurzer Stau an der Mautstation Latisana sowie am Autobahnknoten A4/A23 nach Triest bzw. Udine.
Üblicherweise fahren wir hin und zurück ohne große Pausen oder Umwege. Dieses Mal aber war es anders. Da wir bisher nicht wirklich viel gegessen hatten, machte sich allgemein Hunger breit.

Bereits während unseres Urlaubs hatte ich die Überlegung, auf der Rückfahrt noch für 1-2 Tage in der Gegend um Tolmezzo Halt zu machen, da mich die Gegend rund um den Tagliamento schon seit jeher fasziniert. Insbesondere die Gegend um Tolmezzo finde ich sehr beeindruckend, da dort der Tagliamento auf die Fella trifft. Beide Flüsse – bzw. eher die Flussbetten – separat betrachtet sind schon beeindruckend.
Für einen möglichen Aufenthalt in dieser Gegend habe ich einen Bekannten bereits einige Tage zuvor um Tipps gefragt, da er in dieser Gegend schon häufiger war. Vermutlich kennt man den Stefan Poerschke aka. „fiestasteve“, welchen ich hierzu ausgefragt habe. Bekannt geworden dürfte er hauptsächlich mit seinen abgefahrenen Touren mit seinem Ford Fiesta, wie beispielsweise #IceRallye2017, #DesertRallye2018 oder auch mit seiner Vespa rauf zum Nordkap bei der #ArcticVespa geworden sein. Folgt ihm doch gerne mal auf Instagram, um seine beeindruckenden Kurztrips und Reisen nicht zu verpassen.

Da unser Urlaubsbudget aber längst ausgereizt war, habe ich diesen Plan wieder verworfen. Dann ist mir die Idee gekommen, dass wir ja unsere Mittagspause anstatt an irgendeiner überteuerten Raststation auch in der Gegend um Tolmezzo machen könnten. Von Tolmezzo selbst hat er mir abgeraten und stattdessen Venzone und insbesondere die Altstadt empfohlen. Also wurde als Zwischenziel Venzone bestimmt. Ca. um 12:30 sind wir in Tolmezzo von der Autobahn abgefahren und nach Venzone zur Mittagspause gefahren. Ungünstiger Weise war an diesem Tag wohl ein Händler- und Antiquitätenmarkt im Stadtzentrum von Venzone (wenn die Übersetzung stimmt), wodurch die Stadtzufahrten gesperrt und die Parkplätze außerhalb überfüllt waren. Ich habe dann das „Albergo Ristorante Pizzeria Da Michele“ herausgesucht, da es direkt an der Hauptstraße liegt und man ausreichend Parkplätze auf dem Satellitenfoto gesehen hat.
Zuvor war es aber ein Muss, zum Tagliamento zu kommen. Praktischerweise gibt es unweit des Bahnhofs eine Brücke nach Pioverno, welche perfekt dafür geeignet ist. Auch wenn es nur für ein paar Fotos gereicht hat – mein Wunsch ging nach rund 30 Jahren endlich in Erfüllung.


In der Bildmitte sieht man den „Duomo di Sant’ Andrea apostolo“ von Venzone…


… und hier nochmal aus unmittelbarer Nähe

Mich hat diese Gegend sehr fasziniert, obwohl wir eigentlich nur auf der Durchreise waren mit einem kurzen Restaurant-Stop. Gut vorstellbar, dass Venzone und Umgebung ein künftiges Reiseziel werden könnte.

Kurz nach 15:00 sind wir dann wieder zurück auf die Autobahn. Es folgte noch der obligatorische Tankstopp um 16:00 in der Nähe von Arnoldstein sowie ein kurzer Zwischenstopp an der Tauernalm gegen 17:30. Besonders an der Tauernalm sehnte man sich sehr schnell wieder nach dem sonnigen Süden…


Burg Hohenwerfen – immer ein Zeichen, dass der Urlaub nun wirklich vorbei ist

Unsere Ankunft daheim war dann punktgenau um 19:00. Also insgesamt 8 Stunden unterwegs inklusive einiger Pausen. Mal schauen, ob wir es künftig wieder so machen, dass wir frühmorgens in den Süden fahren und nach Hause mit einem Zwischenstopp in Venzone.

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